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Interview mit  Izutsu Oyakata (May 2008)

von Harumi Hotta und Martina Lunau

1.   Was sind Ihre schoensten Erinnerungen aus der Zeit als Sie noch Rikishi waren ?

Das war als ich in die Juryo Liga aufstieg. Wie Sie wissen wird ein Rikishi der in die Juryo aufsteigt besonders behandelt. Das Einkommen erhoeht sich und auch die Bedingungen des taeglichen Lebens verbessern sich sehr. Ich denke der Moment des Aufstiegs in die Juryo ist einer der besten Momente im Leben eines jeden Rikishi, sogar dann wenn sie spaeter Yokozuna und Ozeki werden.  

Beim ersten Basho als ich in die Makuuchi aufgestiegen war, verletzte ich mich und bekam ein Makekoshi. Ich stand bei 5-5, dann die Verletzung und das Endergebnis war 5-7 und 3 Tage fehlte ich aufgrund der Verletzung - Makekoshi.

Ich fiel zurueck in die Juryo Liga aber konnte gleich im folgenden Basho wieder aufsteigen. Diesmal gelang es mir ein Kachikoshi zu erreichen und ich war sehr gluecklich darueber. Das Kachikoshi erreichte ich am 13. Tag. Mein Gegner war Tochiakagi. Der Gyoji erklaerte mich als Sieger aber die Shinpan standen auf zum Monoii. Sie entschieden sich dafuer den Kampf zu wiederholen, weil sie den Eindruck hatten der Kampf waere unentschieden gewesen. Wir kaempften noch einmal (Torinaoshi), ich gewann ganz klar und erreichte mein Kachikoshi. Ich war einfach nur gluecklich. Natuerlich habe ich mich auch gefreut, wenn ich gegen den Yokozuna oder einen Ozeki gewonnen habe, aber dieser eine Kampf hat mehr fuer mich bedeutet als diese Siege.  

ïWas sind die entscheidenden Pflichten eines Oyakata? 

Wie Sie sicher wissen gab es im letzten Jahr einige sehr traurige Vorfaelle.  Ein Oyakata sollte seine Lehrlinge nicht verwoehnen aber er sollte auch nicht zu hart mit ihnen umgehen. Es ist schwierig die richtige Balance zu finden. Was mich angeht, ich vertraue meinen Schuelern und mische mich nicht zu sehr in ihr Leben ein. Das Wichtigste ist Ihnen meine Zuneigung zu zeigen. 

Es ist natuerlich wichtig sie zu trainieren und Ihnen alle Techniken des Sumo beim Keiko zu zeigen, aber es ist auch von Bedeutung ihr Leben genau zu betrachten.

Meine Tochter ist Mitglied von Takarazuka (eines der beruehmtesten Tanz- und Schauspielensembles, das nur aus Frauen besteht). Als ich Sie zu diesem Ensemble schickte, wurde mir zum ersten Mal bewusst wie sich Eltern fuehlen muessen, die ihre Kinder in eine andere Welt schicken. Ihre Welt ist aehnlich streng wie die Sumowelt. Ich mache mir haeufig Sorgen, ob sie verletzt ist oder ob sie krank ist. Ich hoffe immer dass sie gluecklich ist mit ihrer Entscheidung. So geht es mir auch als Oyakata, ich bin nicht so streng (lacht). 

Ich beobachte meine Schueler aufmerksam und ich habe es gelernt ihre Verfassung einzuschaetzen, indem ich in ihre Gesichter schaue, wie sie sich fuehlen und ob sie sich Sorgen machen ueber etwas. Ich gehe abends mit ihnen zum Essen aus um herauszufinden, was ihnen fehlt. 

Ich glaube ein Oyakata sollte ein Vorbild sein als Mann. Wenn ich hinter dem Ruecken meiner Schueler etwas Schlechtes machen wuerde, waere ich kein Vorbild und koennte sie nicht zu ehrlichen Menschen erziehen.  

Der jetzige Tokitzukaze Oyakata tut sein Bestes. Er kann nicht streng zu seinen Schuelern sein, er ist sehr vorsichtig und versucht seine Zuneigung an die Schueler weiterzugeben. 

In meinem Fall war der Beitritt  meiner Tochter zu Takarazuka der entscheidende Wendepunkt, wenn ich mir auch immer Sorgen um sie mache (lacht). 

Als Shinpan bin ich dafuer verantwortlich, die Kaempfe zu bewerten, taeglich die neuen Kaempfe anzusetzen und alle Kaempfe, bzw. Ergebnisse des Tages zu bestaetigen. Wir arbeiten auch mit dem Videoraum zusammen als Shinpan. Wenn ein Monoii (eine Diskussion der Shinpan ueber den Kampf, wenn das Ergebnis zu schwierig zu bewerten war oder wenn geglaubt wird, dass der Gyoji einen Fehler gemacht hat.) ansteht dann befragt der Oberschiedsrichter haeufig den Videoraum - wie Sie auch im Fernsehen sehen koennen. 

Und sonst  ... ? Ich arbeite mit dem Kouenkai (der Unterstuetzergruppe des Heya) zusammen. 

Z.B. brauchen wir jedesmal 2 Monate um ein chisho-basho (Osaka, Nagoya und Fukuoka) vorzubereiten. Das Basho selbst dauert nur 2 Wochen aber wir sind schon einen Monat vorher vor Ort und bereiten dort alles vor. Ich denke das handhabt jeder Heya so, wir haben nicht soviel Freizeit.  

Wie bringen Sie Ihren Schuelern Sumo bei? 

Sofort als Kakuryu dem Heya beitrat wusste ich, dass er ein grosses Talent als Rikishi ist, obwohl er so duenn war. Natuerlich gab es da einen gewissen kulturellen Unterschied. Ich brachte ihm zuerst bei was japanisches Sumo bedeutet und auch was Disziplin ist. Es ist wichtig, dass er seine Identitaet als Mongole bewahrt aber es ist ebenso wichtig, dass er sich an die japanische Kultur anpasst, solange er als aktiver Rikishi hier lebt. Es ist sehr wichtig das gleich am Anfang der Karriere und sobald ein auslaendischer Schueler nach Japan kommt zu lehren. Es ist unfair sich spaeter ueber schlechtes Benehmen zu beklagen, wenn der Ringer schon etabliert ist im Land. Es ist das gleiche als wuerde man seine Kinder erziehen. 

Kakuryu ist sehr klug. Ich bringe ihm eine Technik bei und im gleichen Augenblick hat er schon 10 weitere verstanden. Deshalb glaube ich wird er bald Sanyaku werden  ...  vielleicht. 

Jeder Rikishi hat seine eigenen Begabungen. Meine Aufgabe ist es diese Faehigkeiten weiter auszubilden. Es bringt die Schueler nicht weiter wenn ich oder die anderen oyakata, die Schueler zu meinem eigenen Weg zwinge, ich muss fuer jeden einzelnen versuchen, die Talente herauszufinden und sie von den Rikishi selbst entwicklen zu lassen. 

Manchmal muss ich auch streng sein, besonders dann wenn das Talent voll entwickelt ist. Der Rikishi wird verstehen, was ich meine, wenn ich streng mit ihm bin und er wird erfolgreich sein. Wenn jemand aber Schwierigkeiten hat, dann sollte ich nicht zu streng sein, weil er seine Talente dann nicht entfalten kann. Obwohl ich manchmal mit meinen Schuelern schimpfe ist es doch viel wichtiger, wie ich mit ihnen danach umgehe. Ich vergesse nie sie auch zu loben. Ich glaube es ist sehr wichtig miteinander zu kommunizieren. Ich glaube, Sie verstehen, was ich meine. 

ïNicht alle Rikishi koennen Sekitori werden. Was sind ihre Grundsaetze bei der Erziehung Ihrer Schueler?

Ich glaube jeder Rikishi hat ein Gefuehl dafuer, ob es ihm gelingen wird, Sekitori zu werden oder nicht. Auch dann, wenn sie es nicht schaffen sollte ihr Leben im Sumo nicht vergebens gewesen sein. Nicht alle Angestellten koennen zum Direktor aufsteigen. Die Hauptsache ist, dass sie waehrend ihrer Ausbildung lernen wie sie eine eigene Karriere aufbauen koennen. 

Hoshigane z.B. ist ein Senior von Kakuryu aber er arbeitet als tsukibito fuer ihn. Er ist nicht agressiv, er ist hoeflich und ruhig. Als Rikishi ist er wahrscheinlich zu klein und schmal.

Er hat koeperlich viele Nachteile, aber er ist sehr ernsthaft bei allem, was er tut - fuer Kakuryu oder auch fuer ihn selbst. Ich glaube, er hat soviel gelernt und ist so erwachsen geworden in der Sumowelt, dass er eine eigene Karriere auch ausserhalb aufbauen kann, wenn er sich vom Sport zurueckzieht. Auch das kann man als Erfolg in der Sumowelt ansehen.

  

5.  Vergeben Sie die Namen an Ihre Rikishi selbst? 

Nicht immer. Manche Shikona werden vom Koenkai bestimmt, wieder andere von dem Rikishi selbst ausgesucht.

Wie Sie wissen wurde mein Vater Tsurugamine (鶴ヶ嶺) , zu Deutsch etwa Gipfel der Kraniche) genannt. Seinen Shikona erhielt er von seinem Shisho, der das Kanji (Chinesisches Schriftzeichen, Teil der Japanischen Schriftsprache) (tsuru, zu Deutsch Kranich) in seinem Shikona trug. Deshalb nutzt unser Heya heute in vielen Shikona und meines Vaters in ihren verschiedenen Lesungen. Der Shikona meines Bruders war Terao (寺尾), viele seiner Rikishi tragen deshalb diese Kanji in ihrem Shikona, wie z.B. Teraosho (寺尾翔) . Mein Shikona hingegen, Sakahoko, 逆鉾 besteht aus Kanji, die man nur schwierig in neue Shikona einfuegen koennte. 

Izutsu - beya ist ein relativ kleines Heya. Wie denken sie darueber?  

Ist das ein Vorteil oder ein Nachteil?

Als ich das Heya uebernahm waren es ca. 20 Rikishi. Einige davon traten zurueck, ausserdem ist es heutzutage ziemlich schwierig neue Rikishi zu rekrutieren, da es so viele Heya gibt.

Ich denke 10 Rikishi sind genug fuer mich, da ich als Shisho alleine bin und keine weiteren Oyakata angestellt habe wie andere Heya. Ich will fuer alle meine Rikishi da sein koennen. Inosuke (Gyoji - Shikimori Inosuke) gehoert zu unserem Heya und hilft mir dabei. 

7. Arrangieren Sie oft Degeiko? Lassen Sie ihre Rikishi oft im Heya ihres Bruders, im Shikoroyama-Beya, trainieren?

 Ja. Normalerweise kommt mein Bruder mit seinen Rikishi in mein Heya. 

8. Es gibt immer weniger Shindeshi (neue Rikishi) , was sagen Sie dazu?

Wie Sie wissen gibt es heute viele Heya und ich denke, dass Neuanfaenger gleich nach dem Beenden der Mittelschule (die Mittlere Reife erringt man in Japan nach 9 Jahren Schule die gleichzeitig die Pflichtschulzeit beendet) in ein Heya eintreten sollten, jedoch wuenschen sich Eltern heutzutage, dass ihre Kinder zumindest die High School (quasi das Pendant zum Abitur) abschliessen. Viele Kinder sind nach der Mittelschule noch recht unreif, auch glauben sie, dass die Sumowelt sehr streng ist, verglichen mit vergangenen Zeiten jedoch geht es heute sehr viel weniger streng zu.

Heute haben die meisten Kinder ein eigenes Zimmer zu Hause bei ihren Eltern, darum koennen sie sich nicht vorstellen in einer Gruppe zusammen zu leben.

Einen anderen Grund sehe ich darin, dass es viele auslaendische Rikishi gibt. Ein Heya darf nur noch einen auslaendischen Rikishi haben, doch wie man in den letzten Jahren feststellen konnte, steigen diese oft sehr schnell auf. Sie sind Elitesportler, weil sie aus einer grossen Anzahl von Kandidaten in ihrem Land ausgewaehlt werden. Japanische Kinder geben den Gedanken auf Rikishi zu werden, weil sie glauben dass sie es aus diesen Gruenden sehr, sehr schwer haetten Ozeki oder Yokozuna zu werden!

Ich bin sehr besorgt darueber, dass die japanische Sumowelt in eine andere Richtung abdriften koennte!

Wie Sie wissen ist es heute enorm schwierig fuer einen jungen Mann, der keinen Erfolg als Rikishi hatte und lediglich einen Mittelschulabschluss vorweisen kann, eine neue Laufbahn einzuschlagen.

Ich, wie auch alle anderen Oyakata versuchen alles um ihnen Jobs zu besorgen, aber es ist so schwierig. Einige wollen auch gar nicht lernen  ...

Es gab frueher viele Kinder in einer Familie. Einer unter 7-8 Bruedern und Schwestern wollte vielleicht unbedingt Rikishi werden. Bildung war nicht so wichtig um etwas zu werden. Aber heute!als Vater verstehe ich natuerlich gut wie Eltern denken.

 

WWie rekrutieren Sie Ihre Rikishi?  

Es gibt viele Oyakata, die eine Universitaet  abgeschlossen haben. Es ist einfacher fuer sie neue Rikishi zu rekrutieren, weil sie Connections zu ihren alten Universitaets- und Hochschulclubs haben. Es ist schwieriger fuer Oyakata wie mich, die diesen Background nicht haben. Manchmal besuche aber auch ich Hochschulen. Die Hochschulen die fuer ihre talentierten Rikishi bekannt sind haben aber schon Verbindungen zu Oyakata die eben an diesen Hochschulen, anderen Hochschulen oder Universitaeten eingeschrieben waren und ihre Connections spielen lassen!ich nenne sie mal "Sekten"

Was Kakuryu betrifft, er war sehr zierlich und hat keinen Sumorekrutierungstest in der Mongolei bestanden. Also gab es keine Chance fuer ihn nach Japan zu kommen. Ein Freund unseres Yobidashis stellte ihn mir vor und er trat in unser Heya ein. Haette es Koryu dort nicht schon gegeben waere er vielleicht zu Hanakago gegangen!

Ich erinnere mich wie duenn und klein er war - jeder hat sich Sorgen um ihn gemacht. Er war nicht gross und wog nur 70 Kilo. 

Denken Sie, dass sich der Geist des Sumo seit dem Beginn Ihrer eigenen Karriere veraendert hat?

Was sind die positiven, was sind die negativen Veraenderungen?

Der eigentliche Geist des Sumo hat sich nicht veraendert, seit ich vor ueber 30 Jahren ein Rikishi geworden bin. Ich war seit meiner Geburt von Rikishi umringt. Wenn ich an die Zeit von vor 40 Jahren denke, dann haben sich die Rikishi selbst veraendert. Vor 40 Jahren war das Leben in Japan viel einfacher. Heutzutage gibt es so viele Dinge, die unser Leben angenehmer machen. Damals trugen Rikishi im Sommer Yukata, die sie lange in Ehren hielten. Das habe ich auch getan. Heute gehen sie nicht mehr so sorgsam mit ihren Sachen um!Wie sie wissen gibt es viele Konbini, Spiele die sie spielen koennen!wir leben heute in einer Zeit des UEberflusses, was die Rikishi, mit denen der alten Tage verglichen, anders erscheinen laesst.  

Das Verhaeltnis zwischen AElteren und Juengeren wurde zerstoert.

In dieser Welt ist der AEltere eben aelter, ganz egal ob ein Juengerer schneller zum Sekitori ernannt wird, egal ob er in der Banzuke ueber dem AElteren steht. Der Juengere sollte den AElteren respektieren. Aber nun habe ich feststellen muessen, dass ein Juengerer, der ein Sanyaku (Komusubi, Sekiwake und Ozeki) geworden ist, dem AElteren Auftraege jeglicher Art erteilt!

Manche Rikishi beherrschen die Umgangsformen nicht. Rang bedeutet nicht alles.



 

Gibt es etwas, das Sie gerne aendern wuerden wenn Sie koennten?  

JJa, das gibt es. Z.B. dass ein Rikishi, der 5 Jahre zur Sumowelt gehoert hat zumindest ein AEquivalent zur Qualifikation eines High School-Absolventen erworben haette. Solche Dinge. Momentan ist es schwer einen anderen Weg zu gehen, nachdem man ein Rikishi war.
 

Was wuenschen Sie sich fuer Ihre Rikishi?

Ich wuensche ihnen, dass sie ein erfuelltes Leben haben. Jeder hat nur ein einziges. Ich moechte, dass sie das nutzen, was sie in ihrer Jugend lernen. Ich moechte, dass sie einen Traum haben.

Wenn es z.B. jemand in der Sandanme schwer hat, will ich dass er sich trotz aller Schwierigkeiten, mit aller Kraft bis in die Makushita hochkaempft, bevor er an den Ruecktritt denkt. Das ist die Art von Erfahrung, die den Grundstein fuer sein weiteres Leben legen kann. Ob er eine erfolgreiche Karriere beginnen kann oder nicht, selbst wenn er dann in eine ganz andere Welt eintritt.

 

Was waere aus Ihnen geworden, wenn Sie nicht die Laufbahn eines Rikishi , oder nach ihrer aktiven Karriere die eines Oyakata eingeschlagen haetten?

Ein Mafiosi (lacht) nein, nein, das war ein Scherz. Ich habe nie viel darueber nachgedacht aber ich liebe es zu kochen und auch zu essen. Vielleicht haette ich ein eigenes Restaurant aufgemacht.

Wenn ich nach meinem Ruecktritt als aktiver Rikishi die Sumowelt verlassen haette!.hmmm!ich glaube es waere auf das gleiche hinausgelaufen, Ich denke ich haette mein eigenes Restaurant eroeffnet. Eigentlich wuerde ich das immer noch gerne tun, ein eigenes Restaurant managen, wenn es moeglich ist.

Was tun sie gern in Ihrer wenigen Freizeit?

Ich lese gerne. Ich trage immer mindestens ein Buch in meiner Tasche mit mir herum (uns ein Buch zeigend) und lese wann immer ich kann. Ich mag Mystery, Fiction allgemein, Buecher ueber Psychologie!ich lese Buecher vieler Genres.

Ich spiele nicht oft Golf!.manchmal bin ich leicht depressiv. Ich meine, Ich habe keine schweren Depressionen, aber ich bin depressiv, besonders im Winter oder wetterabhaengig ... Darum bin ich an Psychologie interessiert und denke, dass ich mittlerweile einiges darueber gelernt habe.

Ich sehe mir auch gerne Filme an.

In der Zeit vor meinem Ruecktritt als aktiver Rikishi hatte ich oft Panikattacken. Waehrend ich auf meinen Kampf wartend neben dem Dohyo sass, voellig aus heiterem Himmel, begann mein Herz wie wild zu schlagen!seither bin ich manchmal leicht depressiv, besonders in der Winterzeit.

Wie schon gesagt, Ich lese sehr, sehr gern.

Wir haben gehoert, dass Sie viele Sumobuecher besassen, als sie noch ein Kind waren. Sie liebten das Lesen also bereits in jenen Tagen?

Oh ja, ich erinnere mich gut an meine Sumobuecher !Ich habe in meiner Kindheit Buecher ueber Sumo gesammelt. Ich mochte Sumo der Jahrzehnte bevor ich selbst geboren worden bin, besonders die Tochi-Waka (Tochinishiki & Wakanohana) AEra.

Ich sparte mein Taschengeld und kaufte die Buecher- Exemplar fuer Exemplar- selbst. Irgendwann hatte ich eine beachtliche Sammlung an Sumobuechern und ein Bekannter fragte mich, ob er die Buecher haben kann, weil er sie auch mochte. Ich freute mich darueber, weil ich ihm glaubte, dass er die Buecher gerne lesen wollte!also gab ich sie ihm. seine wirkliche Intention aber war die Buecher zu verkaufen!Ich war so naiv!.

Vielen Dank, dass sie sich die Zeit genommen haben auf unsere Fragen zu antworten.

 (Uebersetzung Verena Hopp und Martina Lunau)